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Altes Rathaus

Das Rathaus im Wandel der Zeit - die Fotos zeigen die Veränderungen.

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Bild: Altes Rathaus und Marktplatz – Lithographie 1907

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Bild: Altes Rathaus in den 1960iger Jahren

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Kalendereintrag von Maria Ottmar geb. Schroth

Von 1742 bis 1840 wurde das Rathaus auch als Schulhaus genutzt, denn nach der Reformation wurde die Schulpflicht eingeführt und der Bedarf an Schulraum wuchs.

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Durch die Gemeindereform im Jahr 1974, bei der die damals eigenständigen Orte Ebershardt, Rotfelden und Wenden ihre Selbstständigkeit aufgegeben haben und sich zur Gemeinde Ebhausen zusammenschlossen, kamen im Rathaus in Ebhausen zusätzliche Aufgaben hinzu. Lange hat man sich in den engen Räumlichkeiten zurechtgefunden, doch irgendwann ging das nicht mehr.

Das alte Gebäude Holzäpfel, Marktplatz 1, wurde1987 abgerissen, mit dem Neubau begonnen und im Juli 1988 konnte Bürgermeister Maier mit seiner Verwaltung in ein modernes Verwaltungsgebäude einziehen.

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Kalendereintrag von Maria Ottmar geb. Schroth im Herbst 1987

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An der linken Seite des alten Rathauses erkennt man den Verbindungsbau zwischen den beiden Rathausbauten.

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Das alte Rathaus samt Zwischenbau und Erweiterungsbau. Der angrenzende Widumhof rechts öffnet den Weg zur Kirche

Der Marktplatz

Nicht nur das Rathaus präsentiert sich durch die Erweiterung 1988 verändert, auch der Marktplatz zeigt seit 2009 ein neues Gesicht.

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Der alte Brunnen mit seinem Brunnenstock und dem großen rechteckigen Trog aus Gusseisen ist bei der Umgestaltung des Marktplatzes verschwunden

Geblieben ist die Linde, die durch die Jahrhunderte den Charakter des großen schönen Marktplatzes geprägt hat.
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Der Marktplatz-Brunnen

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Brunnenstock des alten Brunnens am Marktplatz (Aufnahme aus den 1950er Jahren)

Der Brunnenstock ist noch erhalten und steht nun in der Grünanlage hinter der Kirche.

Eine Fundgrube unter dem Dach

Das alte Rathaus birgt in seinem Dachgeschoß eine wahre „Schatzkammer“ an historischen, seltenen Gegenständen. Aus vielen Haushaltsauflösungen hat Frau Gertrud Schmidt, Gründungsmitglied des Vereins FORUM Ebhausen, diese „Sacha“ und Dokumente über Jahrzehnte hinweg gerettet, sie geordnet und archiviert. So manch interessante Ausstellung entstand daraus, die in der Heimatstube des Rathauses präsentiert wurde – das soll auch in Zukunft fortgeführt werden. Derzeit erfolgt ergänzend eine digitale Archivierung.

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Gertrud Schmidt und Peter Eisele sind Mitglied im Vorstand des FORUM Ebhausen, hier bei der Dokumentation der Gegenstände und „Sacha“ im Archiv des Vereins, unter dem Dach im alten Rathaus.

Holzofenbrot und Zwiebelkuchen

Die beiden Holzbacköfen im alten Rathaus wurden im Jahr 2004 saniert und stehen somit weiterhin der öffentlichen Nutzung zur Verfügung.

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Backen in der Backküche - oben Ende des 20., unten Anfang des 21. Jahrhunderts
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Bei der traditionellen Maihocketse gibt es außer Zwiebelkuchen:
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Viele Ehrenamtliche backen hunderte von Holzofenbroten und Zwiebelkuchen, die immer reißenden Absatz finden.

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Auch Sonder-Backaktionen, deren Erlös zur Unterstützung bestimmter Projekte gespendet wird, werden immer wieder durchgeführt.

Besonders zu erwähnen sind Christel und Kurt Schmid, die ehrenamtlich diese Aktionen schon seit vielen Jahren durchführen.

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Quellenangaben:
Ortschronik Ebhausen: Prof. Dr. Konrad Dussel, Ebhausen - Geschichte und Gegenwart der Nagoldtal-Gemeinde
FORUM Ebhausen (Hellwig, Eisele), Das Dorf und der Flecken
Maria Noack, Mein Heimatort Ebhausen
Maria Ottmar geb. Schroth, Zeitzeugin
Fotos:

Archiv FORUM Ebhausen