Bahnhofsgelände mit Diesellok 60er Jahre
„Der Bahnhof war das Kommunikationszentrum des Orts. Dort amüsierte sich am Abend die Jugend.
Man roch den „Duft der weiten Welt“.


Die Eisenbahn brachte für das Ebhauser Gewerbe einen enormen Aufschwung. Alle Rohstoffe wurden mit der Bahn herbeigebracht. Sämtliche Möbel der Schreinereien wurden in extra Güterwaggons verladen.

Die Firma Schickhardt verfrachtete täglich eine Autofuhre Gurte, im Gegenzug bekam sie täglich ihre Rohstoffe. Die Firma Dengler bekam ihre Landmaschinen und Maschinenteile per Bahn.

Die gesamten Baustoffe (Kies, Sand und Zement) kamen in Waggons. Die Firma Rau hatte eigens ihr Lager und einen Schuppen auf dem Bahnhofsgelände.“

Fritz Rau berichtet:
„Der Kies kam vom Rheinland per Waggon, auf Gleis drei wurde er abgestellt und musste innerhalb von vier Stunden von Hand entladen werden. Die Zementsäcke wurden ebenfalls von Hand in den offenen Schuppen gebracht. Dort wurden auch Rohre und andere Baustoffe gelagert.
Mit dem Einachskarren wurden dann, von zwei Mann gezogen, die Baustoffe zur Baustelle gebracht. War die Baustelle im oberen Ort, war es mühsam, die Last den Breiten Weg hochzuschieben“